Multi-Talent: Was Kreditkarten alles können
Die Kreditkarte des 21. Jahrhunderts ist weit mehr als ein bloßes Zahlungsmittel aus Plastik: Sie ist Ratenkredit im Brieftaschenformat, Eintrittskarte zu Shopping-Vergünstigungen, umfangreicher Versicherungsschutz, Tagesgeldkonto und gemeinnützige Tat in einem.
Mit Visa und Mastercard lässt sich bequem an 27 Millionen Akzeptanzstellen rund um die Welt bezahlen – das ist hinlänglich bekannt. Kreditkarten sind heute jedoch weit mehr als nur ein praktisches und sicheres Substitut zu Bargeld. Sie bieten auf Wunsch Rundum-Sorglos-Pakete an. Die Zusetzleistungen beschränken sich dabei nicht mehr auf Finanzprodukte, wie Versicherungspakete oder Notfall-Services.
Die britische Barclays-Bank vertreibt eine Vielzahl unterschiedlicher Kreditkartenprodukte unter dem Label „Barclaycard“ in Deutschland. Mit der „Barclaycard Green“ können Karteninhaber nicht nur weltweit bargeldlos zahlen, sondern auch einen Beitrag zum Erhalt der Umwelt leisten: 0,5 Prozent des Einkaufsumsatzes werden von der Barclays-Bank an Umweltprojekte gespendet. Wer mindestens 1200 Euro jährlich mit der Öko-Karte (das Kartenmaterial ist umweltverträglich) umsetzt, tut sogar noch mehr Gutes: Der Jahresbeitrag in Höhe von 19 Euro wird dann ebenfalls gespendet.
Guthaben werden oft hoch verzinst
Die Barclays-Bank springt mit den grünen Kreditkarte auf den fahren Umweltbewusstseins-Zug auf. Auch im Hinblick auf die rein finanziellen Aspekte bieten Visa und Mastercard heute deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Immer häufiger kann das Kreditkartenkonto auch im Guthaben geführt werden. Bei der Barclays-Bank sind so je nach Produkt 3,0 bis 3,5 Prozent Zinsen drin – bei täglicher Verfügbarkeit. Das ist deutlich mehr als auf einem klassischen Tagesgeldkonto. Nicht nur bei Barclaycard ist diese Tendenz zu beobachten: Auch die Deutsche Kreditbank sowie die VW- und die Audi-Bank verzinsen die Guthaben ihrer Kunden hoch.
Versicherungs- und Serviceleistungen sind heute mit fast jeder Kreditkarte verbunden. Ganz egal ob Auslandsreisekrankenversicherung, Einkaufsschutz, Verkehrsmittelunfallversicherung oder eine Police für den Verlust des Reisegepäcks: Wird mit der Kreditkarte bezahlt, besteht automatisch Versicherungsschutz. Besonders vorteilhaft speziell für Reisebuchungen sind Kreditkarten, bei denen eine Reiserücktrittsversicherung inklusive ist -bei dieser nämlich handelt es sich um die am häufigsten genutzte Reisepolice.
„Beyond Kreditkarte“ ist angesagt
Concierge-Services und VIP-Ausweise runden das Leistungsprofil einer anspruchsvollen Kreditkarte ab: Geschenke-Services, Blumen-Versand oder rare Eintrittskarten – das alles lässt sich für Inhaber der richtigen Karte bequem delegieren.
Rabattprogramme sind ein weiterer Bestandteil vieler Kreditkartenprodukte. Wer die Visacard der DKB zum Bezahlen einsetzt, sammelt automatisch Punkte, die im DKB-Club gegen Sachprämien eingetauscht werden können. Die Volkswagen-Bank bietet einen Preisnachlass beim Tanken von Kraftstoff, die Advanzia-Bank gewährt für Mietwagen-Buchungen über eine Kooperationspartner Rabatte bis zu einem Fünftel des Preises und wer eine bestimmte Kreditkarte der Landesbank Berlin-Brandenburg erwirbt, kann beim Einkauf bei einem bekannten Online-Versandhändler einmalig 20 Euro sparen.
Die Teilzahlungsfunktion schließlich ist heute bei vielen Kreditkarten nicht mehr wegzudenken: Wenn das Budget knapp ist, wird einfach nur ein Bruchteil der Kreditkartenrechnung in der Gegenwart bezahlt – der Rest wird bequem nach hinten verschoben.
Wem diese Leistungsvielfalt noch nicht reicht, der kann seine Kreditkarte auch mit einem individuellen Motiv verzieren. Fazit: Die Kreditkarte von heute ist eine flexible Allzweckwaffe des ambitionierten Konsumenten und längst viel mehr als nur ein Zahlungsmittel. Es bleibt abzuwarten, welche zusätzlichen Leistungen sich die Banken in der Zukunft noch einfallen lassen. Telefonieren jedenfalls können Kreditkarten bislang nicht.