DCard

Nun, ganz einfach: Es handelt sich um eine Prepaid-Kreditkarte, also eine Masterkarte mit sicherer und positiver Deckungssumme. Sie werden damit keine Schulden machen, weil alle Beträge aus Einkäufen sofort bezahlt werden. Die Sache hat erhebliche Vorteile. Sie machen niemals Schulden, sondern kennen den jeweiligen Deckungsstand der Dcard immer genau.

Zu ihrer Beantragung sind weder eine Schufa-Auskunft noch eine Bonitätsprüfung oder Gehaltsauskunft nötig. Der Antrag auf eine Dcard kann leicht online gestellt werden, der Kreditkartenwunsch wird nicht abgelehnt. Dank der Guthabenbasis der Dcard kommen keine Abrechnungen nach mehreren Wochen in ihrem Briefkasten an. Sie haben jederzeit volle Kontrolle über ihre Rechnungen und Ihr jeweiliges Guthaben.

Mehr als 24 Millionen Akzeptanzstellen für Ihre Dcard Mastercard sprechen eine deutliche Sprache, was ihre weltweite Einsetzbarkeit anbelangt. Wer will als Reisender schon eine größere Summe Geldes in bar dabei haben? Barabhebungen sind mit der Dcard jederzeit über einen von vielen Geldautomaten weltweit möglich. Um die neue Dcard zu aktivieren, müssen Sie lediglich eine Sicherheitsleistung von 50 bis 100 Euro – für bestimmte Modelle auch 200 Euro – hinterlegen.

Diese Sicherheitsleistung dient lediglich zur Deckung eventueller Kreditkarten-Überziehungen. Die Summe bleibt auf dem Kartenkonto, wird aber so lange gedeckelt, wie dieses besteht. Nach einer Kündigung Ihres Kreditkarten-Kontos erhalten Sie die Summe selbstverständlich zurück. Ihr Kreditkarten- Herausgeber ist die DebitCard AG in der Schweiz, die mit dem Anbieter Transact Network Limited auf Gibraltar zusammen arbeitet.

Zu den Kosten der Dcard: Monatlich fallen Kosten von 3 Euro als Grundgebühr an, die Aktivierung der Dcard kostet einmalig 5 Euro Gebühr. Die Jahresgebühr beträgt 77,77 Euro. Für Karten mit Hochprägung oder Businesscards kommen noch 11,11 dazu. Eine Partnercard ist hingegen für 33,33 Euro Jahresgebühr erhältlich. Das festgelegte Tageslimit für bargeldlosen Zahlungsverkehr mit der DCard ist jeweils 800 Euro.

Möchte man im Inland eine Bargeldabhebung tätigen, darf man nicht mehr als 2400 Euro je Tag abheben. Das Tageslimit ist im Ausland dasselbe. Zahlen Sie einen Einkauf mit der Dcard im Ausland, fallen keine zusätzlichen Kosten an. Jede Bargeldabhebung kostet sie 5 Euro. Online-Überweisungen werden ebenfalls für 5 Euro Gebühr ausgeführt. Die Kartenaufladung schlägt mit nur einem Euro Kosten zu Buche, eine Lastschrift ebenso. Alle weiteren Kosten – beispielsweise für Kontoauszüge, Kundendienstleistungen oder die Kündigung der Dcard (Hauptkarte oder Nebenkarten) – sind zusammengefasst im Internet aufgelistet. Sie sind somit öffentlich zugänglich und nicht verdeckt.

Bei der Debitcard AG können vier verschiedene Kreditkartenmodelle als Prepaid MasterCard angefordert werden – je nachdem, ob man eine oder mehrere Privat- oder Geschäfts-Kreditkarten haben möchte. Wahlweise kann die DCard auch mit oder ohne Hochprägung ausgegeben werden, was nicht von Anfang an der Fall war. Dies verursacht leider Extra-Kosten, ist aber zuweilen praktisch.

Karten mit Hochprägung können auch durch Lesegeräte gezogen werden und sind nicht nur für den Online-Einsatz geeignet. Auf Seiten der Kosten ist die Dcard zweifellos eine relativ teure Kreditkarte – aber dafür bietet sie weitaus flexiblere Aufladungsmöglichkeiten als die meisten anderen Kreditkarten. Man kann das Kartenguthaben nämlich per Inlandsüberweisung, per SEPA-Überweisung, mit Giropay, Paysafecard oder per vom Ausland getätigter IBAN/BIC Überweisung wieder auffüllen.

Die Debitcard AG nutzt bei diesen Verfahren jeweils unterschiedliche Korrespondenzbanken, um die Transaktion zu tätigen. Bei einer Aufladung per Inlandsüberweisung kommt das Geld beispielsweise zunächst auf ein Sammelkonto der Commerzbank. Daher muss ein eindeutiger Verwendungszweck angegeben werden! Falls man sein Kreditkarten-Guthaben aus dem Ausland mit einer IBAN/BIC-Überweisung auffüllt, landet das Geld zunächst auf einem Zwischenkonto der österreichischen TNL-Bank. Auch hier ist der Verwendungszweck anzugeben, damit die Zahlung Ihrer Dcard korrekt zugeordnet werden kann. Alle Einzahlungen mit Giropay, per Sofortüberweisung oder per Paysafecard sind sofort auf der Dcard abrufbar. Die herkömmliche Überweisung dauert in der Regel einen bis drei Tage, je nach ausführendem Bankinstitut.

Summa summarum empfiehlt die Dcard sich als vielseitige Kreditkarte für jene, die sie sich leisten können. Man kann mit der Dcard beispielsweise Überweisungen von Kreditkarte zu Kreditkarte tätigen, was ungewöhnlich ist. Unter anderem sind auch Zusatzkarten zu der bereits vorhandenen Hauptkarte zu beantragen. Diese Flexibiltät wird besonders unter Geschäftsleuten auf der Management-Ebene gewünscht. Fazit: Ganz sicher keine Karte für jedermann. Aber vielleicht eine für Sie! Wäre ja auch noch schöner, wenn alle dieselbe Kreditkarte brauchen würden. Kreditkarten richten sich nach tatsächlich vorhandenen Bedürfnissen. Genau deswegen finden sie auch ihre Abnehmer.